Autor: Babak Tubis

  • Einflussnahme aus dem Ausland darf in deutschen Behörden keinen Platz haben – Aufklärung im Fall Yilmaz nötig

    Der Kieler Grünen-Politiker Samet Yilmaz wurde nach übereinstimmenden Berichten von Spiegel und Welt
    aus seiner Funktion als Referatsleiter des Verfassungsschutz Schleswig-Holstein entfernt.
    Hintergrund ist eine Sicherheitsüberprüfung, bei der Zweifel an seiner Zuverlässigkeit aufkamen. Laut Medienberichten soll Yilmaz ein rechtsextremes türkisches Kulturfest der sogenannten Grauen Wölfe unterstützt haben.

    Dennis Klüver, stellvertretender Bundesvorsitzender der Piratenpartei Deutschland, erklärt dazu: „Wenn sich die Hinweise bestätigen, betrifft das nicht nur eine einzelne Personalie, sondern eine strukturelle Verwundbarkeit unseres Staatsapparats. Der Verfassungsschutz muss frei von jeder Form ausländischer Einflussnahme bleiben – egal ob durch Autokratien, Nationalisten oder Ideologien, die Demokratie nur als Fassade nutzen wollen.“

    Die Piratenpartei fordert volle Transparenz und institutionelle Resilienz:

    • Sicherheitsüberprüfungen in Behörden müssen konsequent und unabhängig erfolgen.
    • Verbindungen zu Organisationen mit ausländischer extremistischer Agenda dürfen keine Grauzone bleiben.
    • Politische Netzwerke, die nationale Loyalität über demokratische Prinzipien stellen, müssen offen benannt werden.

    „Wir PIRATEN stehen für eine Sicherheitspolitik der Mündigkeit, nicht der Angst“, so Klüver weiter. „Resilienz bedeutet: Einflusskanäle erkennen, offenzulegen und zu schließen – bevor sie unsere Institutionen beschädigen.“

    Mit Verweis auf ihr sicherheitspolitisches Programm erinnert die Piratenpartei daran, dass Resilienz gegen Abhängigkeit und Einflussnahme ein Kernprinzip ihrer Außen- und Innenpolitik ist.
    Demokratische Staaten müssen ihre Verwaltungen, Sicherheitsbehörden und digitalen Infrastrukturen gegen hybride Bedrohungen schützen – durch Aufklärung, Transparenz und demokratische Kontrolle.

    Quellen:
    [1] Spiegel – Kiel Oberbürgermeister-Kandidat Samet Yilmaz verliert Posten im Verfassungsschutz
    [2] Welt – Samet Yilmaz Kiel Grüner OB-Kandidat soll Extremisten-Fest der grauen Wölfe unterstützt haben
    [3] Piratenpartei – Parteiprogramm: Resilienz gegen Abhängigkeit und Einflussnahme

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  • Piratenpartei warnt vor Palantir-Einsatz – Angriff auf Freiheit und Grundrechte

    Piratenpartei warnt vor Palantir-Einsatz – Angriff auf Freiheit und Grundrechte

    Die neue Piratenpartei-Vorsitzende Lilia Kayra Kuyumcu bezieht, in einer Erklärung, klar Stellung gegen den geplanten Einsatz der Palantir-Software Gotham durch die Polizei in Baden-Württemberg. „Unsere Partei steht für Menschenrechte, echte Demokratie, Datenschutz und den Schutz vor Massenüberwachung,“ erklärt Kuyumcu. „Mit einer Software wie Gotham von Palantir, einem US-Konzern mit engen rechten Verbindungen, droht die permanente und massenhafte Überwachung der Bürgerinnen und Bürger – unabhängig von jedem konkreten Verdacht.“

    Kuyumcu warnt, dass Palantir selbst die eigene Software als „Waffensystem“ bezeichnet und deren Einsatz auf den Prinzipien der Misstrauenskultur basiert. „Wer Bürgerinnen und Bürger unter Generalverdacht stellt, zerstört die Grundlagen von Vertrauen, Freiheit und Demokratie. Derartige Systeme gefährden besonders die Arbeit von Journalisten, Ärzten und Anwälten, deren Berufsgeheimnisse geschützt werden müssen.“

    Die Piratenpartei kritisiert zudem die intransparente und rechtswidrige Vergabepraxis der Landesregierung: Schon im März 2025 wurde der Vertrag zum Einsatz von Palantir heimlich beschlossen – ohne Rechtsgrundlage, ohne parlamentarische Kontrolle und ohne den Koalitionspartner zu informieren. „Das ist klassische Hinterzimmerpolitik und steht im Gegensatz zu allen demokratischen Prinzipien“, so Kuyumcu.

    Bereits in anderen Bundesländern wie Bayern, Hessen, Hamburg und NRW ist Palantir-Gotham im Einsatz. Das Bundesverfassungsgericht urteilte bereits 2023, dass die automatisierte Datenanalyse zur vorbeugenden Verbrechensbekämpfung verfassungswidrig ist und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung verletzt. Dennoch ignorieren Landesregierungen weiterhin diese zentrale Entscheidung.

    „Demokratie braucht freie Bürger – keine Überwachungsstaaten,” schließt Kuyumcu. Die Piratenpartei ruft zum Widerstand gegen die Einführung von Palantir und vergleichbaren Systemen auf. „Ja zu Bürgerrechten. Ja zur Freiheit. Nein zu Palantir und unverhältnismäßiger Massenüberwachung!“

    Quellen:

     

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